Thursday, 26. June 2008

Cosmic Revolution

Am 21.12.2012 sollen wir in das 5. Zeitalter erhoben werden. Zumindest wenn wir nach dem historischen Maya-Kalender gehen. Kosmische Vorgänge sollen auf der Erde verheerende Naturkatastrophen nach sich ziehen. Tausende Holländer bereiten sich jetzt schon auf das Armageddon vor, da Maya-Verfechter eine gigantische Überschwemmung prophezeien.

Wenn es nicht wir - die bösen Homo Sapiens - sind, die sich ob ihrer Intelligenz das eigene Grab schaufeln und durch das ganze High-Tech-KrimsKrams (mit dem ich gerade diesen Beitrag schreibe) alles was man zum Leben braucht, vernichten, ist es Mutter Erde selbst, die schlichtweg einem Zyklus folgt und sich selbst regeneriert. Quasi ein Frühjahrsputz in anderen Dimensionen. Theorien gibt es viele. Fakt ist, irgendwas hat's da. Und es läßt sich nicht aufhalten.

ABER! Ist es wirklich entscheidend, woher es kommt? Klimawandel - wir müssen was tun. Bla bla. Okay, wann fangen wir an? Ich meine, wir alle?
Back to the roots - hätte ich gesagt. Jetzt sofort. Am besten 2000 Jahre zurück. Obwohl, wird dieser Planet diesen Mangel an Gift und die plötzliche Ruhe ertragen? Ich meine: Nein, sie wird erst recht kolappieren. So fuckin' what. We reached the point of no return.

Ich selbst lebe ja im gelobten Land. Hier und da mal ein paar Überschwemmungen, Lawinen- und Muren-Abgänge, Sturm und Hagel. Mitbekommen habe ich persönlich noch nichts davon. Bis gestern. Im Stadtpark.

Es beginnt zu hageln, also suchen wir Schutz unter einem Gastgarten-Pavillon. Eine Minute später hebt das Ding ab und wir sind schutzlos dem Unwetter ausgeliefert. Der Wind peitscht uns den Regen ins Gesicht, wir sind tropfnass, es ist arschkalt. Wohin? Nebenan steht ein gläsernes Café, die Türen sind ob der Wetterlage soeben geschlossen worden. Ich denke noch, nein, laß uns Schutz in einem Hauseingang suchen. Im selben Moment zerbersten die Scheiben des Glashauses, es weht tausende Splitter in unsere Richtung. Ich schnappe meine Freundin und wir laufen los, obwohl wir kaum etwas sehen. Überall gehen die Alarmanlagen los, Sirenen heulen. Im trockenen angelangt, lachen wir und finden es einfach nur oag.

Heute sitze ich im Büro und sehe wie schon die Tage zuvor zu, wie sich der Himmel verfärbt, sich verdunkelt und schließlich Blitze über den Horizont fegen. Gut, es ist Sommer. Gewitter sind nicht unüblich. Als ich den Wind hinter dem Haus heulen höre, weiß ich, es geht wieder los. Und schon prasselt der Regen gegen die Scheiben. Man spürt jede Windböe, obwohl die Fenster geschlossen sind. Ich bin wachsam, stehe davor und frage mich, ob sie auch zerbersten werden. Das Haus ist alt, ein einziges Provisorium, also schnell einen Rundgang starten. Im Studio höre ich es schließlich tropfen. Sofort weiß ich Bescheid. Der Dachboden steht unter Wasser und das verdammte Loch, durch welches die Heizungsröhre professionell gepfuscht verlegt wurden, beschert mir nicht nur nasse Wände und Böden.

Früher mochte ich Gewitter. Licht ausschalten, dramatische Musik aus den Boxen, ein guter Wein. Heute: ein vorsichtiger Blick nach draußen... ist es vorüber?

Meine Oma tät sagn: Laung steht die Wöd nimma.
Da ist was dran. Zum verstecken hätte ich bereits etwas. Ob es auch schwimmt?

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truetigger - 2008/06/26 06:43

Vielleicht was für Dich: Die Doomsday Clock steht momentan bei 5 vor 12.

In den Zeiten des kalten Krieges konnt ich manchmal nachts nicht schlafen, da ich Angst vor dem alles beendenen Atomkrieg hatte. Er hätte ja auch mitten in Europa begonnen. Dagegen sieht die Welt von heut recht gemächlich aus.

Neben drohendem Zusammenbruch des Finanzsystemes (es geht ja nicht ewig weiter, dass viele bettelarm werden, damit einige superreich leben, Stichwort Spekulation + Zinseszins) zusammen mit gesellschaftlicher Anarchie, neben der akuten Rohstoffknappheit verbunden mit einem gigantischen Wirtschaftskollaps, neben der Klimaänderung und den kommenden Flüchtlings-Strömen, neben der Möglichkeit, dass wir uns mit unserer Technik-Spielerei selbst ein Bein stellen (wir sind ja komplett abhängig davon, wenn da mutwillig oder zufällig wichtige Teile draufgehen wars das für unser gewohntes Leben), neben der realen Chance, dass instabile Despoten mit Massenvernichtungswaffen Blödsinn machen - neben all den hausgemachten Fallen gibt es dann noch die Möglichkeit von Erdbeben und Meteor-Einschlägen usw., die die Natur selbst noch in petto hat. Und dennoch denk ich, wir waren dem Ende schon einmal näher, damals zu Zeiten der Kuba-Krise z.B.

Dein Erlebnis im Stadtpark klingt oag, doch lass Dich davon nicht zu sehr beeinflussen. Gewitter ist noch immer schön! Und passieren kann immer was. Lassen wir uns überraschen, was wann wo passiert und machen derweil das Beste draus. Nicht gleich "Augen zu und durch!", aber ein wenig ob der ganzen Sch**ße, die rings um einen passiert, immer noch die schönen Momente des Lebens als solche wahrnehmen und geniessen.

Das Airbed würd schwimmen - aber beim ersten Blitz oder dem nächsten Hagelangriff ist es nur noch Sondermüll :) Verlassen würd ich mich eher net drauf und einen Plan B entwickeln *g*.

zuckerfrei - 2008/06/26 09:55

hmh... ja ich hab in letzter zeit auch immer öfter ein mulmiges gefühl bei solchen unwettern... blicke die ganze zeit an die decke und prüfe ob das dach dicht bleibt, rechne damit, dass die fenster im stiegenhaus allesamt kaputt gehen... und die angst, dass blitze einschlagen könnten ist auch ganz neu...

J75 - 2008/06/26 14:04

Die Welt steht nimmer lang'

Das hat schon der Nestroy gesagt, und überraschenderweise ist der Komet noch immer nicht gekommen ;)

Miss Pornero - 2008/06/26 14:33

Ich bin ja gespannt, was uns schlußendlich ins Grab bringt. Zuvor werden wir aber noch kräftig leiden. Daher: Komet wäre super. Bum, krach, aus. Schade, dass wir uns danach nicht mehr darüber unterhalten können. Aber vielleicht sieht man es kommen und wir können dann kollektiv mit offenem Mund gen Himmel glotzen.
Fiercedragon - 2008/06/26 22:50

ach was.
es is soundso immer irgendwas.

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